Weiterbildungsordnung

§ 3 Weiterbildungsstruktur

Die Fort-/Weiterbildung in Spezieller Schmerzpsychotherapie umfasst

1)
den Erwerb von Kenntnissen über die bio-psycho-sozialen Grundlagen des Schmerzes, insbesondere des chronischen Schmerzes einschließlich Nozizeption, Schmerzinformationsverarbeitung, Chronifizierungsmechanismen und Pharmakotherapie im Umfang von 16 Unterrichtsstunden,
die Fallkonzeption einschließlich Anamnese, Diagnostik, Klassifikation und Dokumentation, Therapieplanung und -evaluation im Umfang von acht Unterrichtsstunden,
psychologische Interventions-/Präventionskonzepte und –verfahren, insbesondere edukative, psychophysiologische, kognitive, verhaltensbezogene sowie emotions- und konfliktbezogene Interventionen im Umfang von 32 Unterrichtsstunden,
chronische Schmerzsyndrome und ihre spezifischen Behandlungsmethoden (einschließlich: Kopf-, Gesichts- und Rückenschmerzen, Tumorschmerzen, viszeraler Schmerzen, Schmerzen bei rheumatischen und neuropathischen Erkrankungen, somatoformer Störungen und altersabhängiger Schmerzsyndrome) im Umfang von 24 Unterrichtsstunden.
Die Kenntnisse werden innerhalb eines insgesamt 80 Unterrichtstunden umfassenden Curriculums "Spezielle Schmerzpsychotherapie; Fort-/Weiterbildung" angeboten. Pro Tag werden maximal acht, pro Woche höchstens 40  Unterrichtsstunden angerechnet. Alle Teilnehmer müssen die Voraussetzungen nach §1(3) erfüllen.

2)
die praktisch klinische Tätigkeit in der Versorgung von Schmerzpatienten. Diese Tätigkeit kann entweder durch Mitarbeit in oder durch enge Kooperation mit Institutionen erfolgen, die in die Versorgung von Patienten eingebunden sind, deren Erkrankungsbild durch chronische Schmerzen bestimmt ist oder bei deren Erkrankung der Schmerz als Folge- oder Begleiterscheinung eine wesentliche Rolle spielt. In diesen Einrichtungen soll bereits ein zur Schmerztherapie qualifizierter Psychotherapeut tätig sein. Im Rahmen der Fort-/Weiterbildung ist die regelmäßige Teilnahme an interdisziplinären Schmerzkonferenzen erforderlich.

3)
die Durchführung und Dokumentation von klinisch-psychologischer Anamnese, Diagnostik und Behandlung chronischer Schmerzpatienten unter Supervision.